Wichtiges beim Kauf von Anleihen
Was muss ich beim Kauf einer Anleihe beachten?
Steuerliche Situation:
Sie haben als Single einen Sparer-Pauschbetrag von € 801,- pro Jahr (verheiratete € 1.602,-). Diesen können Sie in Form eines Freistellungsauftrages bei Ihrem Kreditinstitut stellen. Die Zinsen einer Anleihe werden auf diesen Freibetrag angerechnet, bis dieser voll ist. Danach fällt pauschal Abgeltungssteuer in Höhe von 25% an. Diese 25% stellen einen Höchstsatz dar. Liegt Ihr persönlicher Steuersatz darunter, bezahlen Sie weniger Steuern bzw. können sich die zu viel gezahlte Steuer über die Einkommenssteuerklärung im Folgejahr zurückholen.
Rendite der Anleihe:
Achten Sie niemals alleine auf den Nominalzins. Dieser kann z.B. mit 10% äußerst verlockend aussehen. Dies bringt Ihnen aber zum Beispiel nichts wenn gleichzeitig der Kurs der Anleihe bei 109% steht und die Restlaufzeit 1 Jahr beträgt. Da die Rückzahlung zu 100% erfolgt, erleiden Sie bis zum Laufzeitende einen Kursverlust von 9%. Die Zinsauszahlung von 10% auf den Nominalbetrag (in der Regel 100%) macht diesen Kursverlust von 9% zwar wett aber ein nennenswerter Ertrag entsteht Ihnen nicht. Nach Steuer (denn die 10% müssen ja versteuert werden) könnte Ihnen sogar ein Verlust entstehen. Achten Sie daher auf die Rendite der Anleihe und nicht auf den nominalen Zins.
Risiko der Anleihe:
Das sichere Geschäft gibt es in der Finanzbranche nicht. Hohe Rendite heißt daher gleichzeitig auch hohes Risiko und umgekehrt niedrige Rendite bedeutet niedriges Risiko. Je höher also die Rendite einer Anleihe, desto riskanter ist das Geschäft. Zwar werden Anleihen immer zu 100% zurückgezahlt aber das gilt natürlich nicht, wenn der Emittent (Herausgeber der Anleihe) pleite geht. Daher haben z.B. gerade im Jahr 2008 und 2009 die Anleihenbesitzer von General Motors (GM) und Ford eine Berg- und Talfahrt Ihrer Anleihen erlebt, da immer wieder neue Gerüchte und Spekulationen über eine Insolvenz bzw. Rettung des Unternehmens aufkamen. Entsprechend haben dann auch die Kurse der Anleihen extreme Sprünge nach oben und unten gemacht. Für risikobereite Anleger boten sich hier attraktive Renditen.
Das Risiko einer Anleihe orientiert sich in der Regel an dem Rating für die Anleihe. Das Rating wird von Ratingagenturen vergeben. Führende Agenturen sind S&P sowie Moodys. Sie finden hier nun eine Tabelle mit einer Übersicht über die Ratingnoten und was diese bedeuten bzgl. Risiko.












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