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Funktionsweise der Asset Allocation

Wie funktioniert richtige Asset Allocation?

Wichtig ist in unseren Augen, dass klar wird, dass die Asset Allocation auf der Markowitz-Theorie aufbaut, der dafür einen Nobelpreis erhielt. Jedoch muss man auch einschränken, dass ein theoretisches Model ist. Unsere Kritikpunkte finden Sie am Ende dieses Artikels. Wie wird aber die Asset-Allocation bzw. die richtige Portfolio-Entscheidung getroffen?

Dies geschieht mathematisch nach folgenden Schritten:

Schritt 1:
Sie müssen für die Anlagen die als Investment in Frage kommen für einen bestimmten Zeitraum die Rendite berechnen.

Schritt 2:
Danach berechnen Sie für alle Anlagen die jeweilige Volatilität. Unter Volatilität versteht man die Schwankungsbreite eines Wertpapiers. Wie stark schwankt also der Kurs. Dies ist ein Indikator für das Risiko. Je höher die Volatilität, desto höher das Risiko. Aber Vorsicht: Die Volatilität wie auch die Rendite sind stets Vergangenheitswerte. Nur weil eine Anlage in der Vergangenheit hohe Renditen oder hohe Schwankungen aufgewiesen hat, ist das keine Garantie für die Zukunft.

Schritt 3:
Hier kommt es nun zur Aufgabe der Diversifikation. Sie können nun in einer Grafik, wie in einem Koordinatensystem, die verschiedenen Anlagen nach Rendite und Volatilität einordnen. Das Bild kann dann wie folgt aussehen:

Portfolio der Asset Allocation

Quelle: www.stw-boerse.de

Sie können nun natürlich jedes dieser Wertpapiere mit gleicher Gewichtung kaufen oder alternativ zum Beispiel 2/4 Ihres Geldes in "A" zu investieren und je 1/4 in B und C. Dadurch sinkt zwar die Rendite Ihres Portfolios aber auch das Risiko.

Schritt 4:
Berechnen Sie die Kovarianz der verschiedenen Anlagen zueinander. Dabei müssen Sie alle Wertpapiere jeweils einmal zueinander ins Verhältnis setzen. Wenn Sie beispielsweise die Aktien A, B, C und D haben, müssen Sie folgende Kovarianzen berechnen:

A zu B; A zu C; A zu D; B zu C; B zu D und C zu D

Die Idee dahinter ist nun durch breite Streuung das Risiko (Schwankung, Volatilität) in seinem Depot zu senken ohne gleichzeitig bei der Renditekurve Abstriche machen zu müssen.

Schritt 5:
In diesem Schritt müssen Sie den Beta-Faktor berechnen. Der Beta-Faktor ist ähnlich wie die Volatilität. Allerdings berechnet der Beta-Faktor die Schwankungsbreite einer Aktie gegenüber einem Vergleichswert. Die Volatilität dagegen berechnet dagegen nur die Schwankung einer Aktie um ihren eigenen Mittelwert.

Schritt 6:
Nun müssen Sie die Korrelation der verschiedenen Werte miteinander ins Verhältnis setzen. Wenn Sie beispielsweise die Aktien A, B, C und D haben, müssen Sie folgende Korrelationen berechnen:

A zu B; A zu C; A zu D; B zu C; B zu D und C zu D

Im Sinne der Asset-Allocation müssen Sie natürlich auch die verschiedenen Anlageklassen miteinander ins Verhältnis setzen. Es ist also auch notwendig die Korrelation einer Aktie mit einer Staatsanleihe zu vergleichen.

Schritt 7:
Im 7. Schritt können Sie nun betrachten wie sich das Gesamtrisiko Ihres Portfolios bei einer bestimmten Gewichtung entwickelt und welche Rendite dabei in der Vergangenheit erzielbar gewesen wäre. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, dass bei einem Investment von 100% in die Aktie C das Risiko und der Ertrag sehr hoch waren. In schlechten Jahren kann hier durchaus ein Totalverlust drohen, der Ihr gesamtes Kapital gefährdet. Je nachdem wie Sie nun die verschiedenen Anlagen miteinander mischen erhalten Sie die etwas krumme Linie. Ganz links befindet sich das Minimum-Varianz-Portfolio. Die Linie die nach oben wegführt ist die risikoeffiziente Linie und umgekehrt die Linie die nach unten wegführt ist die risikoineffiziente Linie.

Wenn Sie die Markowitz-Theorie im Detail aber leicht verständlich nachlesen wollen, klicken Sie einfach auf den folgenden Link: http://www.stw-boerse.de/techno/portfolio/01.htm Dort finden Sie zu den einzelnen Schritten eine sehr gute Erklärung und können mit Hilfe von Beispielen die Berechnungen leichter nachvollziehen.