Beraterarten
Generell gibt es drei verschiedene Arten von Beratern:
- Bank- und Sparkassenberater
- Freie Berater die gemäß § 84 HGB arbeiten (z.B. AWD, MLP, DVAG u.v.m.)
- Honorarberater
Bankberater:
Bank- und Sparkassenberater sowie Raiffeisenbankberater sind in der Regel Angestellte, die ein festes Gehalt von Ihrem Arbeitgeber kassieren. Das macht sie unabhängig in dem was sie Ihnen anbieten. Auf der anderen Seite gibt es aber durchaus Banken, Sparkassen und Raiffeisenbanken die - neben dem Festgehalt - auch variable Gehaltsbestandteile bieten.
Aber selbst wenn dies nicht der Fall ist besteht für Sie das Problem, dass Berater interne Zielvorgaben hat wie viel Wertpapiererträge er machen muss. Aber auch Ziele bzgl. Kreditkarten, Krediten, Versicherungen und Bausparverträgen besteht. Eine wirklich unabhängige Beratung kommt hier nicht zu Stande.
Die Beratung wird von Leuten durchgeführt, die zwar eine Ausbildung genossen haben aber deshalb nicht zwingend qualifiziert sind den Job zu machen. Das ist auch unsere Kritik an vielen Tests die von Finanzzeitungen bzgl. Beratung durchgeführt wird. Es gibt kein gutes und kein schlechtes Institut. Vielmehr ist es so, dass Sie in jeder Bank und Sparkasse aber auch Raiffeisenbank gute und schlechte Berater finden. Zwar versuchen die Institute durch Standardisierung der Beratung ein einheitliches Maß zu schaffen, aber letztendlich ist dies aufgrund der Komplexität des Themas Finanzen nicht möglich.
Freie Berater gemäß § 84 HGB:
Dies sind Mitarbeiter von Firmen wie AWD, MLP, DVAG u.v.m. Diese Berater verdienen lediglich dann Geld wenn Sie mit Ihnen einen Umsatz generieren. Eine unabhängige Beratung findet hier in der Regel nicht statt. Ob die Berater qualifiziert sind ist schwer zu beantworten. Eine formale Ausbildung alleine reicht nicht, um eine gute Beratung durchführen zu können.
Auf der anderen Seite führen in der Regel freie Berater ihre Beratung mit der Hilfe von standardisierten Fragebögen durch und geben diese in ein Computersystem ein. Das System gibt dann vor, welche Produkte Sie als Kunde brauchen.
Eine optimale Beratung sieht ebenfalls anders aus, da hier eher auf Provisionen und Umsatz geschaut wird, als auf nachhaltige Beratung.
Honorarberater:
Während freie Berater und Berater in Banken und Sparkassen sowie Raiffeisenbanken ihre Beratung kostenlos anbieten, verlangen Honorarberater für die Beratungsdienstleistung Geld. In der Regel ist dies aber gut angelegtes Geld, da keine unnötig teuren Produkte angeboten werden und die Berater auf Kickbackzahlungen verzichten. Bei Kickbackzahlungen handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um Zahlungen von Fondsgesellschaften an den Berater um diesen einen Anreiz zu geben die Fonds zu vertreiben.
Der Honorarberater erhält sein Gehalt direkt und nicht indirekt von seinen Kunden und berät deshalb in der Regel nachhaltig und kostengünstiger. Menschen neigen generell dazu Kosten zu umgehen und die kostengünstigste bzw. kostenlose Variante zu wählen. Aber in diesem Fall ist es in der Tat so, dass bei den ersten beiden Gruppen die Kosten vesteckt in den Tarifen und Produkten lauern und von Ihnen nicht oder nur sehr schwer erkannt werden können.
Unterm Strich lohnt es sich also eher für die Beratung zu bezahlen, da Sie damit dauerhaft eine hohe Anzahl an Gebühren sparen. Auf diese Weise treiben Sie Ihre Rendite nach oben und letztendlich bleibt für Sie dann mehr Ertrag.











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