Cashflow- und Dividendenkennzahlen
Cashflow:
Der operative Cashflow zeigt an wie viel Geld dem Unternehmen aus der operativen Geschäftstätigkeit zugeflossen ist. Der veröffentlichte Jahresüberschuss kann durch Buchungs- und Sondereffekte „geschönt“ werden. Der Cashflow zeigt jedoch an wie viel Geld dem Unternehmen aus dem normalen Geschäft zugeflossen ist um Investitionen selbst finanzieren zu können, Kredite zurückzubezahlen und eine Dividende auszuschütten.
Erzielt ein Unternehmen beispielsweise hohe Umsatzzuwächse erhöht dies natürlich auch den Gewinn, obwohl die Rechnungen eventuell noch gar nicht bezahlt wurden. Der operative Cashflow zeigt genau dies an. Er zeigt an wie viel Geld dem Unternehmen in der abgelaufenen Zeitperiode zu- und abgeflossen ist. Eine Erhöhung der Forderungen senkt z.B. den operativen Cashflow, da der Gewinn ja nicht in Cash bisher in die Bilanz geflossen ist. Dieses Geld wird aber benötigt um Investitionen zu tätigen um Wettbewerbsfähig zu bleiben. Ansonsten müsste man Kredite aufnehmen, was wiederum die Bonität und die Ertragsstärke des Unternehmens belasten würde.
Dividende:
Anteilseigner eines Unternehmens werden an Gewinnen des Unternehmens anteilig in der Regel am Unternehmensgewinn in Form einer Dividende beteiligt. Die Hauptversammlung stimmt dabei über die Höhe der Dividende ab. Die Ausschüttung der Dividende erfolgt in der Regel bei deutschen Unternehmen einen Tag nach der Hauptversammlung und wird dann vom Aktienkurs abgezogen. Rein rechnerisch beträgt der Dividendenabschlag exakt die Höhe der Dividende. Ob die Aktie dann aber am nächsten Handelstag nicht dennoch einen ganz anderen Kursverlauf nimmt kann nicht vorhergesagt werden. Eine Regel kann hier also nicht beobachtet werden.
Aus steuerlichen Gründen wollen vor allem institutionelle Anleger keine Dividenden erhalten und führen ein so genanntes Dividendenstripping durch. Dabei werden die Aktien kurz vor dem Dividendentermin verkauft, um kurz nach Ausschüttung der Aktie diese wieder um die Dividende bereinigt einzukaufen.
Dividendenrendite:
Dividende * 100 / Aktienkurs des Unternehmens
Die Dividendenrendite ist ein Instrument um die Attraktivität einer Aktie festzustellen. In der Regel gilt, dass je höher die Dividendenrendite ist, desto attraktiver ist die Aktie. Jedoch sollten Anleger darauf achten, ob das Unternehmen sich die Dividende leisten kann und auch in Zukunft bezahlen wird (Dividendenkontinuität). Denn ein Unternehmen, welches die Dividende über Kredite finanziert, kann dies nicht jedes Jahr machen, da irgendwann die Kreditlast zu groß wird und Dividendenkürzungen anstehen werden. Eine reine Fokussierung auf diese Kennzahl macht daher wenig Sinn. In ein Unternehmen zu investieren, welches über den Cashflow die Dividende tatsächlich erwirtschaftet, macht auch dann wenig Sinn, wenn das Unternehmen nahezu den kompletten Cashflow ausschüttet um seinen Anleger regelmäßig eine Dividende zu zahlen. Denn langfristig muss das Unternehmen primär versuchen durch Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stetig zu verbessern.











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