Börse & Wertpapiere » Analyse » Fundamentalanalyse » Erfolgskennzahlen

Erfolgskennzahlen

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse ergeben sich aus der veröffentlichen Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens. Finanzdienstleistungsunternehmen haben keine Umsatzerlöse sondern z.B. Zinserträge und Provisionserträge bei Banken. Hier wurden von uns in der Regel die Erträge aus dem operativen Geschäft addiert.

Umsätze alleine reichen einem Unternehmen aber nicht um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Denn ein steigender Umsatz bedeutet lediglich, dass Waren verkauft wurden. In der Regel werden aber Waren und Dienstleistungen nicht sofort bezahlt. Vielmehr wird eine Rechnung ausgestellt, sodass bei steigendem Umsatz auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen parallel ansteigen. Wenn nun diese Forderungen nicht bezahlt werden, weil der Schuldner nicht zahlen will oder kann, dann muss der Gläubiger die Umsätze in seiner Gewinn- und Verlustrechnung zwar nicht zurücknehmen, aber diese Forderungen abschreiben, was letztendlich den selben Effekt hat, da der Gewinn belastet wird.

Umsatzwachstum ist daher nicht das erste Ziel das ein Unternehmen verfolgen sollte.

EBIT (Earnings before interests and taxes):

Englische Abkürzung für „Earnings before interests and taxes“ was übersetzt ins Deutsche „Ergebnis vor Zinsen und Steuern“ bedeutet. Das EBIT zeigt die Ertragsstärke eines Unternehmens aus dem operativen Geschäft (Kerngeschäft). So kann in einem Geschäftsjahr ein Unternehmen mehrere Einnahmequellen haben, die nicht zum „normalen Tagesgeschäft“ gehören. Dies kann der Verkauf eines Geschäftsbereichs sein, der einen Buchgewinn oder –verlust in der GUV verursacht. Aber auch Zinsen auf Bankguthaben werden hier noch nicht angegeben, da Zinsen auf Guthaben nicht zum täglichen Geschäft eines Unternehmens gehören.

EBIT-Marge:

Die EBIT-Marge gibt an, wie viel operativer Gewinn pro 100 Euro Umsatz erzielt wurde. Dies dient dazu verschiedene Unternehmen miteinander vergleichen zu können um nicht die absolute sondern die relative Ertragsstärke zu betrachten.

Jahresüberschuss:

Der Jahresüberschuss zeigt an wie viel das Unternehmen unterm Strich nach Abzug aller Kosten und Steuern verdient bzw. verloren hat. Dies ist eine Erweiterung des EBIT. Da das EBIT die Erträge abzüglich der operativen Kosten darstellt, wird hier noch das Finanzergebnis (Zinserträge und –aufwendungen), die Steuern und eventuelle Minderheitenanteile anderer Gesellschafter berücksichtigt.

Umsatzrentabilität:

Wie viel Jahresüberschuss hat das Unternehmen pro 100 Euro Umsatz erzielt? Dies dient dazu verschiedene Unternehmen miteinander vergleichen zu können um nicht die absolute sondern die relative Ertragsstärke zu betrachten.