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Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung

Was ist eine fondsgebundene Leben- und Rentenversicherung?

Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung handelt es sich um eine normale Rentenversicherung. Auch hier überweisen Sie Ihr Geld an die Versicherung. Jedoch legt nicht die Versicherung für Sie das Geld an, sondern Sie geben Investmentfonds vor, in welche das Geld investiert werden soll. Ausgabeaufschläge fallen für die Fonds dabei in der Regel nicht an, was oft ein Verkaufsargument ist, aber Kosten sind dennoch vorhanden, wie Sie das von Lebensversicherungen und Rentenversicherungen kennen. Oft aber weist diese Anlageform Performancevorteile gegenüber einer „normalen“ Rentenversicherung auf. Wo aber Vorteile bestehen gibt es immer auch Nachteile. In diesem Fall gilt dies auch, da es hier keine Garantieverzinsung gibt und Sie als Anleger bei einer schlechten Performance der Investmentfonds unmittelbar davon betroffen sind.

Gibt es nicht dennoch die Möglichkeit eine Sicherheit einzubauen?

Ja! Die Anlage muss nicht zwingend in riskante Fonds erfolgen, sondern kann auch in Renten-, Geld- und Immobilienfonds angelegt werden. Des Weiteren gibt es mittlerweile auch Garantiefonds bzw. Garantiefondskonzepte mit denen versucht wird ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis zu erzielen. Achten Sie jedoch darauf, dass komplizierte Strukturen oft auch teuer sind und nicht alle Gebühren unmittelbar zu sehen sind.

Kann ich meine Investmentfonds verändern?

Sie haben zwei Möglichkeiten Veränderungen an Ihrer Versicherung vorzunehmen:

  1. Shifting
    Das vorhandene Fondsguthaben wird ganz oder teilweise in einen oder mehrere Fonds übertragen.
  2. Switching
    Die zukünftigen Beiträge werden in einen anderen oder andere Fonds investiert. Die bestehenden Investments in die bisherigen Fonds bleiben dabei erhalten und werden nicht verändert.

Wie hoch ist die Bedeutung von solchen Versicherungen?

Zwei Faktoren führten dazu, dass vor allem in den letzten fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen beliebter geworden sind:

  1. Viele Renten- und Lebensversicherungen haben nur bescheidene Überschussanteile generiert, so dass Vermittler (auch wegen dem starken Wettbewerb in der Beratung) dazu übergegangen sind fondsgebundene Policen zu vertreiben. Der Vorteil dabei ist, dass das Endguthaben von der Rendite des Investmentfonds abhängig ist, die der Vermittler heranzieht. Gibt er z.B. für einen offenen Immobilienfonds eine Rendite von 10% an wird auch das Angebot entsprechende Werte beinhalten. Ob diese dann aber realistisch sind steht auf einem anderen Blatt.
  2. Die Abgeltungssteuer, welche zum 01.01.2009 eingeführt wurde, benachteiligt reine Fondssparpläne, da für diese die Abgeltungssteuer voll gilt, während für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen die folgende Bestimmung gilt:

Der Kapitalertrag (Endleistung der Versicherung abzgl. der gezahlten Beiträge) muss bei Vertragsablauf mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden muss, wenn

  1. die Laufzeit des Vertrages mindestens 12 Jahre war
  2. der Ablauf des Vertrages nach dem 60. Lebensjahr geschieht.

Ist die Auszahlung meiner Versicherung steuerfrei?

Die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung ist dann steuerfrei, wenn sie vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurde und

  1. der Vertrag mindestens 12 Jahre lief
  2. 5 Jahre Beiträge gezahlt wurden
  3. ein Mindesttodesfallschutz von 60% besteht.

Diese Regelung bzgl. Steuervorteil gilt auch heute noch obwohl das Steuergesetz mittlerweile etwas anderes vorsieht (Bestandsschutz).

Für Verträge die nach 2005 abgeschlossen worden sind gilt, dass 50% des Kapitalertrags (Endleistung der Versicherung abzgl. der gezahlten Beiträge) bei Vertragsablauf mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden muss, wenn

  1. die Laufzeit des Vertrages mindestens 12 Jahre war
  2. der Ablauf des Vertrages nach dem 60. Lebensjahr geschieht.

Ist eine dieser Klauseln nicht erfüllt, werden 100% mit der Abgeltungssteuer steuerpflichtig.

Was ist eine britische Lebensversicherung?

Die britische Version der Lebensversicherung stellt eine attraktive Alternative zur deutschen Kapitallebensversicherung dar. Da hier andere und flexiblere gesetzliche Vorschriften bzgl. des Investmentstils gelten, kann die Anlage höhere Renditen erzielen als eine klassische Versicherung aus Deutschland. Jedoch ist natürlich eine höhere Rendite auch immer mit höherem Risiko verbunden. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Versicherungen aus England schon sehr lange erfolgreich am Markt tätig sind und auch für schwächere Phasen am Aktienmarkt entsprechende Rückstellungen gebildet haben. Diesen Vorgang nennt man "Smoothing". Der Nachteil einer britischen Lebensversicherung ist dabei jedoch, dass diese im Gegensatz zur deutschen Lebensversicherung keinen Garantiezins bietet, der in Deutschland aktuell bei 2,5% liegt.

Soll ich mich für eine britische Lebensversicheurng entscheiden?

Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Grundsätzlich muss zuerst analysiert werden, ob Sie überhaupt eine Rentenlücke haben, die Sie schließen müssen. Nutzen Sie dazu unseren Vorsorgerechner. Zusätzlich müssen Sie prüfen, ob die britische Lebensversicherung Ihrem Risikoprofil entspricht. Des Weiteren können Sie dann mit unserem Vergleichsrechner sich ein unverbindliches Angebot einholen und in Ruhe prüfen.