Fondsvermittler
Was ist ein Fondsvermittler?
Über einen Fondsvermittler können Sie Fonds bei einer entsprechenden Depotstelle kaufen. Der Vorteil für Sie dabei ist, dass Sie über die Depotstelle Fonds von verschiedensten Fondsgesellschaften kaufen können und damit verschiedenste Anbieter in einem Depot verwalten können. Der Fondsvermittler ist dabei die Verbindung zwischen Ihnen als Anleger und der Depotstelle. Ihr Vorteil dabei ist, dass der Fondsvermittler das Konto für Sie eröffnet und für Sie günstigere Konditionen erhält.
Welche Rolle kommt dem Fondsvermittler zu?
Der Fondsvermittler eröffnet für Sie das Depot und gibt Ihre Daten an die Depotstelle weiter. Des Weiteren gelten seine vereinbarten Konditionen mit der Depotstelle für Sie welche in der Regel deutlich günstiger sind als die Konditionen die Sie bei Ihrer Hausbank erhalten können. Der Fondsvermittler erhält von Ihnen kein Geld, sondern vermittelt lediglich die Fonds. Ihre Fonds liegen bei der Depotstelle und sämtliche Transaktionen finden zwischen Ihnen und der Depotstelle statt. Achten Sie deshalb darauf mit einer seriösen Depotstelle zusammenzuarbeiten, hinter der ein großes Unternehmen wie z.B. eine Commerzbank, Allianz, Deutsche Bank etc. steht.
Welche Kosten fallen beim Kauf von Fonds an?
Investmentfonds haben in der Regel zwei Kurse. Einen Ausgabekurs und einen Rücknahmekurs. Zum Ausgabekurs kaufen Sie Investmentfonds und zum Rücknahmekurs verkaufen Sie die Fonds wieder zurück an die Fondsgesellschaft. Der Ausgabekurs liegt stets über dem Rücknahmekurs. Die Differenz (Spread) zwischen beiden nennt man den Ausgabeaufschlag. Ein Beispiel hierzu zum DWS Vermögensbildungsfonds I vom 18.05.2009:
Ausgabekurs: € 75,02
Rücknahmekurs: € 71,44
Die Differenz zwischen beiden Kursen entspricht 5% und wird als Ausgabeaufschlag bezeichnet. Steigt also der Fondspreis in Form des Rücknahmekurses um 10%, steigt auch der Ausgabekurs entsprechend um 10% damit der Spread bzw. Ausgabeaufschlag von 5% erhalten bleibt.
Bei Fondsvermittlern entfällt dieser Ausgabeaufschlag oft ganz oder teilweise, so dass Sie sich hier dauerhaft viel Geld sparen können. Auch Depotrabatte sind möglich, sodass Sie einen Großteil der Kosten die üblicherweise anfallen einfach umgehen können.
Wo ist der Vorteil gegenüber meiner Hausbank oder einem direkten Investment bei der Fondsgesellschaft?
Bei der Hausbank erhalten Sie zwar eine Beratung aber dafür in der Regel nur eine begrenzte Beratung. Die Hausbank möchte in der Regel die Fonds der eigenen Fondsgesellschaft absetzen, damit das Institut an der Verwaltungsgebühr weiterhin mitverdient. Daher ist die Beratung nicht so umfangreich wie man sich dies wünschen könnte. Gegen das direkte Investment bei der Fondsgesellschaft spricht, dass man dort lediglich von der jeweiligen Fondsgesellschaft kaufen kann. Fonds anderer Fondsgesellschaften dagegen können dort nicht erworben werden. Auch Direktbanken sind keine Konkurrenz beim Fondskauf, da viele Direktbanken zwar günstigere Konditionen bieten bei Ausgabeaufschlägen, aber in der Regel ein nicht so großes Reportiere an Rabatten für Fonds besteht.
Ist das ganze seriös bzw. woran verdient der Fondsvermittler?
Selbstverständlich ist das ganze seriös. Der Fondsvermittler verdient sein Geld damit, dass er für bestimmte Fonds einen sehr geringen Ausgabeaufschlag kassiert. Dies ist jedoch in der Regel nicht die Haupteinkunftsquelle. Vielmehr partizipiert er von der Depotstelle als Vermittler. Die Depotstelle erhält von der Fondsgesellschaft einen Teil der Verwaltungsgebühr eines Fonds. Die Depotstelle wiederum gibt einen Teil dieser Verwaltungsgebühr weiter an den Fondsvermittler.
Ist mein Geld sicher?
Über die finanziellen Verhältnisse eines Fondsvermittlers hat man in der Regel keinen Einblick, aber ob der Fondsvermittler Millionengewinne macht oder Konkurs geht ist für Sie nicht entscheidend. Denn der Fondsvermittler ist – wie schon oben geschrieben – nur eine Verbindung zwischen Ihnen und der Depotstelle. Seine Bonität hat keinen Einfluss auf Ihr Vermögen. Geht er pleite ist ihr Geld nicht betroffen. Dies gilt im Übrigen auch für die Depotstelle oder die Fondsgesellschaft. Denn Investmentfonds sind immer Sondervermögen. D.h. wenn der Anbieter oder Verwalter pleite geht, hat dies auf Ihr Vermögen keinen direkten negativen Einfluss. Auch wird das Fondsguthaben nicht in die Insolvenzmasse mit einbezogen.
Wie schon oben beschrieben steckt hinter den Depotstellen oft ein großer Konzern wie die Allianz, Commerzbank etc., sodass sich für Sie nicht unmittelbar eine Gefahr ergibt.











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