Garantiefonds
Was sind Garantiefonds?
Gerade in turbulenten Börsenzeiten tendieren Banken und Finanzdienstleister ihren Kunden Garantiefonds anzubieten, da diese auf der einen Seite das eingesetzte Kapital garantieren und gleichzeitig aber von Aufschwüngen an der Börse partizipieren können. Quasi eine eierlegende Wollmilchsau. Das Problem ist jedoch wie so oft, dass das alte Verhältnis zwischen Rendite und Risiko nicht ausgehebelt werden kann. D.h. wer wenig Risiko hat, hat auch wenig Renditechancen.
Wie funktioniert ein Garantiefonds (nicht)?
Viele Anleger sehen nur den Fonds aber nicht die Konstruktion die sich dahinter versteckt. Ein Großteil des Geldes, welches Sie in einen Garantiefonds anlegen fließt in einen Zerobonds. Ein Zerobonds ist eine 0-Kupon-Anleihe die zum Laufzeitende lediglich zu 100% zurückgezahlt wird und während der Laufzeit unter pari (also unter 100%) notiert. Bei einem niedrigen Zinsniveau muss der Fonds zur Wertsicherung (da ja das eingesetzte Kapital garantiert werden muss) 75% - 80% des Fondsvermögens in einen solchen Zerobonds anlegen um zum Laufzeitende des Kapital zu sichern. Der Rest des Fondsvermögens kann dann am Aktienmarkt angelegt werden. Eine direkte Anlage in Aktien erfolgt nicht. Vielmehr wird in Optionsscheine investiert um einen Hebel auf den Aktienmarkt zu erzielen. In einer Baisse wie man sie im Jahr 2002 oder 2008 erlebt hat, verfallen viele dieser Optionen wertlos. Dies hat zur Folge, dass der Garantiefonds vom Aktienmarkt nicht mehr profitieren kann und somit schon frühzeitig feststeht, dass lediglich die Garantie eingehalten werden kann.











Drucken
E-Mail
Seitenanfang