Allgemeines zur Rentensituation
Wie sieht die aktuelle Lage um die Altersvorsorge überhaupt aus?
90% der Deutschen glauben, dass die Leistungen der gesetzlichen Rente im Alter kein gutes Einkommen mehr sichern. Zwar hat die Mehrheit nicht immer recht aber in diesem Fall schließen wir uns der Meinung der Bundesbürger aber an. Die gesetzliche Rente wird langfristig alleine aufgrund des demographischen Faktors nicht überleben können.
Was ist der demographische Faktor?
Unter dem demographischen Faktor versteht man vereinfacht ausgedrückt, dass es immer mehr alte Menschen in Zukunft geben wird und nur wenige junge Beitragszahler vorhanden sein werden, die dann die Rente bezahlen. Die Rentenbeiträge erhöhen ist eine Lösung, aber würde die Arbeit teuer machen, so dass die Firmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren würden. Eine Alternative ist es also die Altersrenten zu senken bzw. längere Zeit nicht erhöhen. Die Renten selbst sind gekoppelt an die Entwicklung der Bruttolöhne der Angestellten und Arbeiter. Wenn diese steigen, steigen in der Regel auch die Altersrenten. Daher wurde im Jahr 2005 der Nachhaltigkeitsfaktor eingeführt, der das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern darstellt und so eine eventuelle Rentenerhöhung ausbremst.
Im Jahr 2003 gab es 532 Rentner pro 1000 Beitragszahler. In 2004 stieg die Zahl auf 545. Dies ist ein Anstieg von 2,44% und entsprechend müsste auch eine Kürzung durchgeführt werden. Da aber der Nachhaltigkeitsfaktor nur zu 25% berücksichtigt wird, wäre eine Rentenkürzung von 0,61% notwendig. Steigt jedoch das durchschnittliche Bruttoeinkommen der Beitragszahler wird diese Rentenkürzung natürlich durch den Anstieg kompensiert. Dauerhaft sorgt aber die Inflation dafür, dass aktuelle und vor allem zukünftige Rentner Kaufkraftverluste erleiden. Private Vorsorge ist daher notwendig!
Auch die im Jahr 2009 verabschiedete Rentengarantie schützt aktuelle und zukünftige Rentner nicht vor der Inflation. Des Weiteren befürchten Experten, dass diese Vereinbarung in Zukunft zu noch mehr Nullrunden führt und auch eine Senkung des Beitragssatzes von aktuell 19,9% nicht so schnell kommen wird. Falls z.B. eine Kürzung notwendig wäre (da sich die Einkommen rückläufig entwickelt haben) würde diese ausbleiben. Im Gegenzug sollen zukünftige Rentenerhöhungen solange halbiert werden, bis die unterbliebene Rentenkürzung dadurch ausgeglichen ist.
Was gilt für Beamten und deren Pensionen?
Oft war es so, dass ein Sparen bei Rentnern nicht automatisch bedeutet hat, dass die Beamten auch darunter leiden müssen. Jedoch hat der Wolfgang Schäuble (CDU) den Beamten geraten privat fürs Alter vorzusorgen.
So sind die Ruhestandsgehälter der Neupensionäre zwischen 1994 und 2006 um 3,4% gesunken. Auch zukünftige Pensionäre werden also der aktuellen Entwicklung Rechnung tragen müssen und privat fürs Alter vorzusorgen.











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