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Schufa

Wer ist die Schufa?

Die Schufa Holding AG, mit Sitz in Wiesbaden, ist ein privates Kreditbüro, das von Banken getragen wird. Der Sinn der Schufa ist es, die Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen. Des Weiteren versucht man die Verbraucher selbst vor einer Überschuldung zu schützen. Von 2005 bis 2008 ist die Anzahl der Personen zu denen Daten bei der Schufa gespeichert sind von 63 auf 65 Mio. angestiegen. Insgesamt wurden 2008 440 Mio. Informationen gespeichert. Die Schufa erzielte damit einen Umsatz in Höhe von 94,6 Mio. Euro in 2008 und beschäftigte 804 Mitarbeiter.

Die Schufa lebt davon, dass die Vertragspartner Anfragen über die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern stellen und davon, dass Verbraucher Selbstauskünfte einholen.

Wem gehört die Schufa?

Per 2008 teilen sich die Anteilseigner wie folgt auf:

  • 36,4% Spezialkreditinstitue
  • 24,7% Sparkassen
  • 17,9% Privatbanken
  • 13,1% Handel und Andere
  • 7,9% Genossenschaftsbanken

Welche Daten werden von mir bei der Schufa gespeichert?

Grundsätzlich keine. Ein Informationsaustausch zwischen Schufa und Ihrem Kreditinstitut findet nur statt, wenn Sie diesem Informationsaustausch zustimmen. Sollten Sie diese Genehmigung aber nicht erteilen, können Sie weder einen Dispositionskredit, Kreditkarten, ec-Karten oder andere Kredite beantragen. Selbst eine Immobilienfinanzierung ist ohne Genehmigung der Schufa-Klausel für Sie nicht möglich.

Liegt Ihre Einwilligung vor, werden folgende Daten gespeichert:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Aktuelle und frühere Anschriften
  • „Positivmerkmale“ wie z.B. die Aufnahme und vertragsgemäße Abwicklung von Geschäftsbeziehungen
  • „Negativmerkmale“ wie z.B. die Aufnahme und nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäftsbeziehungen (Konten, Kreditverträge, Kreditkarten)
  • Neben den genannten Negativmerkmalen werden auch gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen, eidesstaatliche Versicherungen, Privatinsolvenzen oder Haftbefehle gespeichert
  • Die Eröffnung eines Girokontos wird ebenso gespeichert wie ausgegebene Kreditkarten
  • Bestehende Kredit- und Leasingverträge werden mit Betrag und Laufzeit gespeichert.
  • U.a.

Wann werden die Daten aus der Schufa gelöscht?

Die Daten werden gelöscht wenn Sie falsch sind und von Ihnen bemängelt werden. Dazu gehören jedoch keine Missverständnisse mit dem Gläubiger. Die Daten müssen bei der Schufa falsch eingetragen sein, damit eine Löschung möglich ist. Die gespeicherten Daten werden ansonsten nach drei Jahren zum Ende des Jahres gelöscht. Hierzu ein Beispiel:

Sie erhalten einen negativen Schufa-Eintrag am 02.01.2004. Diese Daten werden bei Richtigkeit am 31.12.2007 gelöscht. Man wartet also bis zum Ende des laufenden Jahres und ab hier gilt dann die „3-Jahres-Frist“. Kommen jedoch neue Einträge dazu, bleiben die alten erhalten.

Was ist ein Score-Wert?

Die Schufa bietet den Vertragspartnern auch einen Score-Wert an. Dieser liegt zwischen 1 – 100 und beziffert die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredits bei Verbrauchern. Dabei gilt, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit umso höher ist, desto kleiner der Wert ist. Leider wird nicht veröffentlicht wie der Score-Wert positiv oder negativ beeinflusst. Es wird jedoch vermutet, dass neben der Anzahl der Girokonten und der Anzahl der Umzüge es u.a. auch entscheidend ist, in welcher Gegend Sie aktuell wohnen. Je nach Branche des Vertragspartners werden unterschiedliche Score-Werte erstellt.

Ist die Schufa wichtig?

Ja! Ohne die Schufa und die Einwilligungserklärung ist es kaum möglich in Deutschland einen Kredit zu erhalten. Selbst die Eröffnung eines Girokontos ist fast unmöglich. Kritiker der Schufa werfen ihr daher Marktmissbrauch vor, da Selbstauskünfte Gebühren kosten und das Scoring undurchsichtig und nicht nachvollziehbar ist.