Sonstige Anleihen
Welche sonstigen Anleihen gibt es noch?
- Floater
- Reverse-Floater
- Options- bzw. Aktienanleihe
- Wandelanleihe
Was ist ein Floater?
Ein festverzinsliches Wertpapier mit variabler Laufzeit, die bei der Ausgabe der Anleihe festgelegt wird. Im Gegensatz zu einem normalen festverzinslichen Wertpapier ist die Höhe der Zinszahlungen nicht von vornherein über die gesamte Laufzeit bestimmt, sondern variabel. In der Regel hängt die Verzinsung ab vom Zinsniveau und eventuell einem Aufschlag, wobei dieser abhängt von der Bonität des Schuldners. Ein Floater kann sowohl von einem Unternehmen als auch vom Staat begeben werden. In der Regel nutzen aber eher Unternehmen diese Möglichkeit der Finanzierung.
Was ist ein Reverse-Floater?
Ein Reverse-Floater ist das Gegenteil eines Floaters. Hier wird Ihnen für jedes Jahr ein bestimmter Zinssatz geboten, der um den Marktzinssatz (oder das Vielfache eines Marktzinssatzes) gekürzt wird. So könnte beispielsweise ein Floater folgendes Zinsschema haben.
Im ersten Jahr wird ein Zinssatz von 9% abzgl. des zweifachen 3-Monats-Euribor (Zinssatz der zwischen Banken gehandelt wird und das Zinsniveau am Markt widerspiegelt) gezahlt. Wenn der 3-Monats-Euribor zum Zeitpunkt der Zinszahlung bei 3% steht, erhalten sie als Anleger 3% Zinsen (9% - 2 x 3% = 3%). Im zweiten Jahr könnte die Konstruktion so aussehen, dass der Vorjahreszins (3%) wieder abzgl. des zweifachen des 3-Monats-Euribor gezahlt wird. Da dies einen negativen Zins ergeben würde, erhalten Sie als Anleger dann lediglich 0% Zinsen. Die Anleihe würde dann vom Kurs her massiv belastet werden, da ja keine Zinsen mehr ausgeschüttet werden und der Floater so massiv an Attraktivität verlieren würde.
Wer einen Reverse-Floater kauft, sollte auf sinkende oder weiterhin niedrige Marktzinsen setzen.
Was ist eine Options- bzw. Aktienanleihe?
Ein weiterer Name ist Reverse Convertible Bond. Diese Anleihe bietet einen Marktzins der deutlich über dem Niveau am Kapitalmarkt liegt. Am Ende der Laufzeit hat der Emittent das Recht entweder den Nominalbetrag von 100% oder eine bestimmte Anzahl an Aktien zu liefern, wobei die Anzahl vorher festgelegt wird. Den Kupon erhalten Sie als Kunde immer. Bricht die Aktie die als Basiswert dient jedoch ein, wird der Emittent Ihnen die Anleihe nicht zu 100% sondern in Form von Aktien zurückzahlen. Diese erreichen dann oft nicht den Wert des Nominalbetrages und auch die verhältnismäßig hohe Zinsausschüttung reicht nicht aus um den Verlust zu decken.
Was ist eine Wandelanleihe?
Eine Wandelanleihe, die auch als Convertible Bond bezeichnet wird, ist eine Anleihe mit einem Zinssatz der unter dem Marktzins am Kapitalmarkt liegt. Am Ende der Laufzeit hat der Anleiheinhaber das Recht entweder den Nominalbetrag von 100% oder eine bestimmte Anzahl an Aktien sich liefern zu lassen, wobei die Anzahl bei Auflage der Anleihe festgelegt wurde. Der Kupon ist zwar zu vernachlässigen aber mit Wandelanleihen können Sie bequem auf steigende Kurse bei Aktien setzen. Sollten diese nicht eintreten, wählen Sie als Anleger einfach die Rückzahlung zu 100%. Im Worst-Case-Scenario müssen Sie also mit niedrigen Zinsen und wenig Gewinn leben.











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