Tagesgeld & Festgeld
Was ist ein Tagesgeld / Feldgeld?
Bei Tagesgeld / Festgeld handelt es sich grundsätzlich um eine kurzfristige, sichere Geldanlage. Jedoch gibt es verschiede Varianten wie das Geld angelegt werden kann.
Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um ein verzinstes Konto, über dessen Guthaben Sie als Kontoinhaber täglich verfügen können. Eine Kündigungsfrist von 3 Monaten – wie das bei einem Sparbuch in der Regel üblich ist – gibt es hier nicht. Die tägliche Verfügbarkeit, oft höhere Zinsen gegenüber Sparbüchern und der Wegfall von Kündigungsfristen sind daher auch die Vorteile eines solchen Kontos.
Die Nachteile liegen darin, dass das Konto nicht für den Zahlungsverkehr zugelassen ist und zuerst umständlich auf ein entsprechendes Konto umgebucht werden muss. Des Weiteren ist der Zinssatz variabel, sodass Sie als Anleger durchaus abhängig von den Launen der Bankmanager und deren Margenpolitik abhängig sind.
Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass viele Kunden dazu tendieren viel Geld auf einem solchen Konto zu parken ohne es letztendlich wirklich langfristig gewinnbringend anzulegen. Ein Tagesgeldkonto dient eher dazu, kurzfristig nicht benötiges Kapital zu parken. Auch Geld das für eine Anschaffung in naher Zukunft benötigt wird, kann auf einem solchen Konto zwischengeparkt werden. Grundsätzlich sollte man je nach Anlegertyp ca. 10% in Tagesgeld investieren, um das Vermögen vor großen Schwankungen zu schützen und evtl. auch Zukäufe von Wertpapieren wagen zu können.
Wie sicher ist diese Anlageform?
Seit der Finanzkrise ist die Sicherheit ein wichtiger Aspekt geworden. Einlagen auf einem Tagesgeldkonto unterliegen der Einlagensicherung und sind auch mündelsicher. In der EU beträgt die gesetzliche Einlagensicherungsgrenze 90% der Einlagensumme, maximal jedoch 20.000,- €. Sollten Sie also beispielsweise 40.000,- € angelegt haben, muss gemäß der Einlagensicherungsgrenze 90% garantiert werden. Dies bedeutet 40.000,- € * 90% = 36.000 €. Da aber in Deutschland maximal 20.000,- € versichert sind, gilt dann automatisch diese Summe. Umgekehrt ist es, wenn laut Gesetz beispielsweise nur 15.000,- € versichert sind. Sie haben dann Anspruch auf die volle Summe, da 100% nicht 20.000 Euro überschreiten.
Wovon hängt der Zinssatz auf dem Tagesgeldkonto ab?
Die Banken in Europa refinanzieren sich über die EZB, der Europäischen Zentralbank. Der Zinssatz der hierfür entscheidend ist nennt man Leitzins. Zinsen für Tagesgeldkonten liegen in der Regel unter diesem Leitzinssatz den die EZB regelmäßig festlegt. Denn alle Zinssätze darüber würden für Banken eine teurere Refinanzierung bedeuten, was wiederum deren Profitabilität negativ beeinflußen würde. Wenn also ein höherer Zinssatz geboten wird, liegt dies eher daran, dass die Bank neue Kundengelder anlocken will, um anschließend mit dem Kunden ein rentables Geschäft abzuschließen wie z.B. einen Wertpapierkauf oder ähnliches.
Alternativen zum Tagesgeldkonto sind so genannte Geldmarktfonds, die aber in der Vergangenheit oft nicht überzeugen konnten bei der Performance, obwohl diese scheinbar sichere Renditen liefern müssten.
Was ist der Unterschied zu Festgeldern?
Festgelder haben in der Regel eine feste Laufzeit und verlängern sich automatisch um diese Laufzeit wieder, wenn vorher keine Kündigung eingeht. Der Zinssatz gilt jeweils für die Laufzeit und wird stets automatisch wieder an die aktuelle Situation angepasst. Einevorzeitige Verfügung ist in der Regel nicht möglich, wobei manche Banken davon auch eine Ausnahme machen. Oft kommt es auch auf den Berater an, an den man gerade gerät.











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