Börse & Wertpapiere » Anleihen » Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen

Welche unterschiedlichen Arten von Unternehmensanleihen gibt es?

Generell können folgende unterschiedliche Unternehmensanleihen unterschieden werden, wobei auch der Staat beispielsweise Fremdwährungsanleihen oder Pfandbriefe emittieren kann:

  • Unternehmensanleihe
  • Pfandbrief
  • Fremdwährungsanleihe

Was ist eine Unternehmensanleihe?

Eine Unternehmensanleihe ist die Anleihe eines Unternehmens um bestimmte Investitionen oder anderen Liquiditätsbedarf zu finanzieren. Vor dem Kauf einer Unternehmensanleihe muss das aktuelle Zinsniveau, die eigene Risikofreudigkeit, das Rating, die Steuer sowie die Laufzeit individuell beachtet werden.

Was ist ein Pfandbrief?

Pfandbriefe locken gegenüber Staatsanleihen mit leicht höheren Renditen, wobei die Sicherheit ähnlich hoch ist. Pfandbriefe haben in der Regel eine sehr hohe Bonität, da aufgrund des Pfandbriefgesetzes diese Anleihen gedeckt sein müssen. Dies bedeutet, dass ein Pfandbrief nur emittiert werden kann, wenn ein grundpfandrechtlich gesichertes Immobiliendarlehen als Deckungswert hinterlegt ist und dieser Wert 60% nicht übersteigt. Bei öffentlichen Pfandbriefen stehen Forderungen gegenüber Staaten, Länder oder Kommunen gegenüber, die ebenfalls als sicher betrachtet werden können. Die Pfandbriefe müssen also jederzeit in Höhe des Nennwertes als auch ihrem Barwert  durch entsprechende Werte gedeckt sein.

Das Handelsvolumen sollte bei Pfandbriefen ausreichend groß sein, da oft an der Börse nur schwer Pfandbriefe zu erhalten sind. Achten Sie daher darauf in der Regel so genannte „Jumbo-Pfandbriefe“ zu kaufen. Bei diesen handelt es sich um Pfandbriefe mit einem Volumen von über 1 Milliarde Euro. Für Liquidität am Markt ist hier eher gesorgt.

Die Funktionsweise eines Pfandbriefes bzgl. Rendite und Auswahl gilt unverändert zu den bereits genannten Punkten unter Anleihe.

Was ist eine Fremdwährungsanleihe?

Bei einer Fremdwährungsanleihe kaufen Sie ein gewöhnliches, festverzinsliches Wertpapier das in einer anderen Währung als Euro notiert. So kann selbst die Anleihe eines sicheren Emittenten ein Verlustrisiko mit sich bringen, wenn die Währung in der die Anleihe notiert ist, stark an Wert gegenüber dem Euro verliert. So gibt es z.B. von der Weltbank eine Anleihe auf Ungarische Forint. Während die Weltbank mit einem Rating von AAA einen hervorragenden Ruf geniest, war für viele Anleger die Investition nicht sehr erfolgreich, da gleichzeitig der Forint in den letzten Jahren gegenüber dem Euro nicht sehr stark performt hat. Es bieten sich also Währungschancen und –risiken.

Es kann aber auch direkt in eine Fremdwährungsanleihe investiert werden. Der prominenteste Fall sind Argentinien Anleihen die nahezu komplett wertlos waren, als Argentinien als Staat Anfang des Jahrtausends pleite war.